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Aus der Vereinsarbeit

 

AussichtsturmAus der Arbeit des Vereins vom Beginn 1910 bis zum Neuanfang im Jahre 1973 ist leider wenig bekannt. Dies soll jedoch nicht heißen, dass in der langen Zeit, in der der Verein ununterbrochen bestanden hat, keine Aktivitäten entwickelt wurden.

Die damaligen Aktiven erkannten bereits die Schönheit und die Einmaligkeit der Hügellandschaft im Norden der Gemeinde Sonsbeck, die sogenannte „Sonsbecker Schweiz“. Um den von diesen Höhen  möglichen Fernblick in die niederrheinische Landschaft noch zu verbessern, errichtete der Verkehrsverein für Sonsbeck und Umgebung bereits im Jahre 1910 in Zusammenarbeit mit Sonsbecker Handwerkern auf der Höhe 86, östlich der Xantener Straße, einen Aussichtsturm. Nach Fertigstellung des Turmes fanden hier schon Bergfeste statt.

 

Aussichtsturm

Diese Veranstaltungen wurden nach dem 2. Weltkrieg vom Gesangsverein „Cäcilia“ Sonsbeck fortgesetzt und werden noch heute von der Katholischen Landjugendbewegung Sonsbeck durchgeführt.

Anfang der zwanziger Jahre ist der erste Aussichtsturm durch einen schweren Sturm teilweise eingestürzt. Reste standen noch bis Ende der zwanziger Jahre.

Aus dieser Tradition heraus wurde im Jahre 1974 der Gedanke geboren, einen neuen Aussichtsturm zu erstellen. Erhebliche Schwierigkeiten bezüglich des Standortes und der Finanzierung mussten überwunden werden, ehe mit dem Bau des jetzigen Turmes auf dem Dürsberg begonnen werden konnte.

Der Turm wurde am 18.07.1981 der Öffentlichkeit übergeben. Der Heimat- und Verkehrsverein Sonsbeck trug durch Verkauf eines vereinseigenen Grundstückes dazu bei, das notwendige Gelände für die Errichtung des Turmes zu beschaffen.

 

Neubeginn im Jahre 1973

 

Ab dem Jahre 1973 konnte der Verein seine Aktivitäten erheblich steigern. Die in der Satzung vorgesehenen Vorstandssitzungen und Mitgliederversammlungen wurden ordnungsgemäß und lückenlos durchgeführt. Die Geschäftsstelle des Vereins befand sich in der Gemeindeverwaltung Sonsbeck. Die Arbeit des Vereins hat sich seit dem Neubeginn in verschiedenen Aktivitäten niedergeschlagen, wovon einige folgend erwähnt werden.

 

Sonsbeck-FuehrerHistorischer Führer / Sonsbecker Chronik

 

Im Jahre 1911 brachte der Verkehrsverein einen „Führer durch Sonsbeck und Umgebung“ heraus. In diesem Büchlein ist Allgemeines aus der Sonsbecker Geschichte beschrieben. Interessant ist auch, dass in dem Büchlein damals schon ausführliche Beschreibungen von Wanderrouten, zum Beispiel in die Sonsbecker Schweiz oder in den Winkelschen Busch, festgelegt und ausführlich beschrieben worden sind.

Auf Anregung aus der Bevölkerung wurde dieses inzwischen zum historischen Schrifttum gehörende Büchlein, aus Anlass der Freigabe des neu errichteten Aussichtsturmes, im Juli 1981 neu aufgelegt. Die Neuauflage fand in der Bevölkerung starke Beachtung.

Diesem Führer ist ebenfalls zu entnehmen, dass die Werbung für die Sonsbecker Geschäftswelt damals noch zu den Aufgaben des Vereins gehörte.

Das Amt für rheinische Landeskunde hat unter Beteiligung der Gemeinde und des Heimat- und Verkehrsvereins eine neue Sonsbecker Chronik erstellt.Sonsbecker Chronik

 

 

Es ist anzunehmen, dass der Verein in der Zeit zwischen den Weltkriegen und auch im letzten Weltkrieg in einen Dornröschenschlaf versunken ist.

Nach dem 2. Weltkrieg wurden die Aktivitäten wieder stärker. So hat der Verkehrsverein am 13. November 1949 die Pflanzung der neuen Marktlinde inszeniert. Ein umfangreiches Programm gab diesem Ereignis einen besonderen Rahmen.

Aus  diesem  Anlass  schrieb  Heinz  Mellen  folgenden  neuen  Text  zum  Lied

 

„Der Sonsbecker Lindenbaum“ (Melodie „Am Brunnen vor dem Tore“)

 

Der Sonsbecker Lindenbaum

von Heinz Mellen

In Sonsbeck auf dem Markte,

Da stand ein Lindenbaum.

In seinem Schatten träumten,alte Linde

Wir unseren ersten Traum.

Dreihundert lange Jahre

Sah er vorüberziehn.

Nach Krieg und schweren Zeiten,

:/:Da sank er sterbend hin:/:

In Sonsbeck auf dem Markte

Grünt neu ein Lindenbaum.

Und junges Leben sprießet

Hervor aus altem Raum.

So wuchsen auch die Straßen

Aus Schutt und Trümmerfeld

„Lass, Herr, uns glücklich werden!

:/:Schenk du uns neue Welt!“:/:

In Sonsbeck auf dem Markte,

Da steht ein Lindenbaum.

In seinem Schatten träumen

Wir unsern alten Traum.

Mög’ stets dein Laub umrauschen

Glück und Geborgenheit!

Mögst du in Frieden blühen

:/:Und Sonsbeck allezeit:/:

 

Weiter ist bekannt, dass bereits im Jahre 1949 in Zusammenarbeit mit den Sonsbecker Geschäftsleuten an der Hochstraße in Sonsbeck eine Weihnachtsbeleuchtung installiert wurde.

Die Vereinsarbeit aktivierte sich immer mehr. Neben der Weihnachtsbeleuchtung und einer jährlichen Weihnachtsverlosung wurden Altenfahrten durchgeführt, Wanderungen veranstaltet und Ruhebänke aufgestellt. Im Jahre 1960 kümmerte sich der Verein bereits um das Parkplatzproblem auf der Hochstraße und um die Festsetzung der Ladenverkaufszeiten.

Weitere und genauere Anhaltspunkte über die Vereinsaktivitäten bis zum Neubeginn im Jahre 1973 sind nicht bekannt, da aus dieser Zeit leider keine schriftlichen Geschäftsberichte vorliegen.